29.05.2024

Soli Infratechnik wird restrukturiert

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Energie- und Versorgungswirtschaft

Autor(en) / Quelle(n): KlartextPR

- Rechtsanwalt Silvio Höfer zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt
- Geschäftsbetrieb wird fortgesetzt
- Mehr als 700 Mitarbeitende im Unternehmen
- Investorensuche soll kurzfristig beginnen

Isernhagen/Hannover, 29. Mai 2024. Die Soli Infratechnik GmbH ist in eine Krise geraten. Das Unternehmen aus Isernhagen bei Hannover musste aus diesem Grund beim Amtsgericht Hannover einen Insolvenzantrag stellen. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Gericht Rechtsanwalt Silvio Höfer von der Anchor Rechtsanwaltsgesellschaft mbH.

Verzögerungen bei Projekten als Krisenursache

Soli Infratechnik gehört zu den führenden deutschen Generalunternehmen im Glasfasergeschäft. Im vergangenen Jahr erzielte die Firma einen Umsatz von 135,5 Mio. EUR. An zwölf operativen Standorten in Deutschland sind mehr als 700 Mitarbeitende beschäftigt – die Zentrale befindet sich in Isernhagen. Zu den größten Auftraggebern gehören die Unternehmen Deutsche Telekom, Deutsche Glasfaser und Deutsche Giganetz. Soli Infratechnik bietet umfassende Dienstleistungen in den Bereichen Engineering, Tiefbau, Logistik und Montage von Glasfaserleitungen. In den vergangenen Jahren ist die Firma stark gewachsen -der Umsatz verdoppelte sich seit 2020.

Auslöser für die Krise sind in erster Linie Verzögerungen bei der Fertigstellung von bereits beauftragten Projekten. Auch die erheblichen Steigerungen bei den Materialpreisen und Löhnen trugen zur Krise bei. Fertigstellungen wurden unter anderem auch durch erhebliche Lieferkettenprobleme behindert. Bereits seit Sommer des vergangenen Jahres wurde ein Sanierungsversuch für die Soli Infratechnik unternommen. Nun erwiesen sich diese Maßnahmen aufgrund der fortgesetzten Probleme bei den Baustellen als nicht ausreichend.

Gespräche mit Investoren geplant

Der vorläufige Insolvenzverwalter Silvio Höfer von der Anchor Rechtsanwaltsgesellschaft hat sich bereits im Unternehmen über die aktuelle Lage informiert. Es werden zahlreiche Gespräche mit Auftraggebern und Geschäftspartnern geführt. Auch die Mitarbeitenden wurden in Versammlungen über den Stand der Dinge informiert. Die Gehälter der Beschäftigten sind durch das Insolvenzgeld der Bundesanstalt für Arbeit gesichert.

„Unsere erste Aufgabe ist die Sicherstellung des laufenden Geschäftsbetriebs. In einem nächsten Schritt geht es nun um die Erarbeitung einer tragfähigen Finanzierungslösung für die Soli Infratechnik. Wir werden daher auch das Gespräch mit möglichen Investoren suchen“, erklärt der vorläufige Insolvenzverwalter Silvio Höfer. Ein strukturierter Investorenprozess wird in Kürze in die Wege geleitet werden. Darüber hinaus werden Gespräche mit den bisherigen Stakeholdern über eine neue Finanzierungsstruktur geführt.

Silvio Höfer

Über Anchor

Anchor ist ein Hybrid aus Anwaltskanzlei und Unternehmensberatung. Mit 14 Standorten und rund 150 Mitarbeitern in den Bereichen Insolvenz und Sanierung gehört die Kanzlei deutschlandweit zu den großen Restrukturierungseinheiten. Anchor hat zahlreiche größere Unternehmen in und außerhalb der Insolvenz begleitet und saniert. Die Rechtsanwälte von Anchor werden regelmäßig als Insolvenzverwalter, Sachwalter oder als Sanierungsgeschäftsführer in Insolvenz-, Eigenverwaltungs- und Schutzschirmverfahren vorgeschlagen und bestellt. Anchor Management ist für seine betriebswirtschaftliche Restrukturierungsberatung, sein Interim Management und die Distressed M&A-Beratung bekannt. In Beratungsmandaten verbindet Anchor rechtliche Kompetenz mit betriebswirtschaftlichem Know-how.

Über Soli Infratechnik

Die SOLI Infratechnik GmbH mit Sitz in Isernhagen bei Hannover plant und baut als national aufgestellter Spezialist für den Glasfaserbreitbandausbau bundesweit als Partner der deutschen Netzbetreiber die Glasfaser-Infrastruktur mit auf und deckt dabei von der Planung bis zum Hausanschluss sowie der Netzpflege alle Bereiche der Wertschöpfungskette ab. Das Unternehmen wurde 2014 gegründet. Im Jahr 2023 erwirtschafteten mehr 700 Mitarbeitende einen Umsatz von 135,5 Mio. EUR.

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